Sonntag, 12. Dezember 2010

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Teil 1)

Der siebte Harry Potter hat mir nicht gefallen. Meine niedrigen Erwartungen wurden unterboten.

Nach einer vielversprechenden Verfolgungsjagd am Anfang werden eine Menge Figuren kurz gezeigt (Voldemort, Snape, Lupin, Dolores Umbridge, Bellatrix Lestrange, Fleur) oder gar komplett neu eingeführt (Minister, Bill Weasley), um sie gleich wieder in der Versenkung verschwinden zu lassen.

Danach kommt eine Ewigkeiten dauernde Camping-Reise des bekannten Trios, die einfach nur langweilig ist. War sie bereits im Roman. Von daher ist die Verfilmung »gelungen«. Der teils spannende Rest kann den Film nicht retten, der noch dazu mitten drin aufhört. Hätte man doch der Versuchung widerstanden, den Film auf zwei Teile auszudehnen und besser beherzt gekürzt.

Unglaublich, dass man die grandiose Darstellerriege (Ralph Fiennes, Alan Rickman, Brendan Gleeson, Robbie Coltrane, Bill Nighy) nicht nutzt und stattdessen den Amateuren das Feld überlässt. Außer Emma Watson spielt der animierte Hauself noch am besten. Die Musik von Alexandre Desplat ist allenfalls Mittelmaß und das Bild – aber lassen wir das. Dabei bietet die mehr als 22 Meter breite Leinwand im Kinopolis 1 so viel Platz für schöne Bilder ...

Enttäuschend. Bleibt bei dem Wetter lieber daheim und guckt eine gute DVD. Oder geht auf den Weihnachtsmarkt.

Eine ausführliche Kritik gibt es beim Blog mit dem für mich unaussprechlichen Namen symparanekronemoi.

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1 Kommentar zu "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Teil 1)"

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  1. Peter
    19/12/2010 um 10:48 Permalink
    ...ok, ich hätte erst Deine Kritik lesen sollen....stattdessen bin ich auch ins Kino gegangen, schließlich will man ja doch auch alle Teile gesehen haben. Mir ging's ziemlich genauso wie Dir. Die Camping-Reise ist langweilig und war im Buch schon langweilig. Viele Dinge werden nur oberflächlich angerissen und der Detailreichtum, der sich über die Bücher entfaltet, bleibt weitestgehend verborgen. Ich weiß, das ist oft so bei der Verfilmung. Aber irgendwie kommt es mir so vor, als ob hier besonders viel fehlt.

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