Donnerstag, 7. Juli 2011

Transformers 3

Plakat Vor Wochen gab es im Kino diesen Trailer. Astronauten der Apollo-Mission auf dem Mond. Die auf der dunklen Seite ein riesiges gestrandetes Raumschiff entdecken. Zu meiner großen Überraschung der Trailer für ... »Transformers 3«. Das ist der Film, der mit schlechten Kritiken nur so überschüttet wird.

Teil 1 und 2 hatte ich nicht gesehen. Ein junger Arbeitskollege hat mir geduldig etwas über Autobots und Decepticons erklärt. Roboter von einem fernen Stern, die sich in Fahrzeuge verwandeln und sich manchmal zu noch größeren Maschinen zusammenbauen. Dass die einen die Guten (im Film an den leuchtenden Farben zu erkennen), die anderen die Bösen (die schmuddeligen mit den Roststellen) seien. Meine blöde Frage, warum sich Roboter zwischendurch ausgerechnet in Autos transformieren, konnte er nicht beantworten.

So gerüstet ging ich in eine 3D-Vorstellung. Weil ich den Trailer gut fand und Kritiker keine Ahnung haben. Und was stellte ich fest? Die Kritiker haben mit ihren Verrissen noch UNTERTRIEBEN! Story - Fehlanzeige, für die Dialogszenen wünscht man sich einen Vorspulknopf, die Hauptdarsteller agieren hölzerner als die Blechdosen. Bei den für dämliche Nebenrollen verheizten Stars wie John Malkovich kann man nur hoffen, dass sie genügend Schmerzensgeld bekommen haben. Gruselig, Leonard Nimoy als Stimme der Oberblechbüchse zu hören. Immerhin durfte er seinen aus »Star Trek« bekannten Satz »Das Wohl vieler ist wichtiger als das Wohl weniger« aufsagen. Ich war der Einzige unter all dem Jungvolk, der bei der Stelle gelacht hat.

Richtig gut sind die Animationsszenen, in denen sich eben noch normal fahrende Autos im Handumdrehen in rennende, schießende Roboter verwandeln und Chicago zerdeppern. Allerdings hat man davon nach einer halben Stunde genug gesehen und wünscht sich, dass das Häuflein pensionierter (!) US-Marines schon früher losgezogen wäre, um die Schlacht zwischen haushohen Kampfmaschinen zu entscheiden. Natürlich darf ein zerfleddertes Sternenbanner im Wind nicht fehlen.

Die Frage, warum sich riesige Roboter in kleine Autos verwandeln bleibt ebenso ungeklärt wie die, wieso bei deren Kämpfen hektoliterweise rote Flüssigkeit aus Leitungen spritzt. Müsste das nicht eher Hydrauliköl sein?

Fazit: Wenn alle schreiben, dass ein Film schlecht sei, könnten sie vielleicht recht haben.

Ein Stern von fünfen, weil John Malkovich dabei war. Und für die Szenen, in der sich ein Fotokopierer und ein Flachbildschirm in böse Roboter verwandeln. Und die Base Jumper.

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