Dienstag, 7. Juni 2011

Source Code

»Was würdest du tun,
wenn du nur noch weniger
als eine Minute zu leben hättest?«

Plakat »Source Code« (Frankreich / USA 2011)
Darsteller: Jake Gyllenhaal (Colter Stevens), Michelle Monaghan (Christina Warren), Vera Farmiga (Goodwin), Jeffrey Wright (Dr. Rutledge)
Buch: Ben Ripley
Fotografie: Don Burgess
Montage: Paul Hirsch
Musik: Chris Bacon
Regie: Duncan Jones

Nach kurzer Benommenheit wird ein Mann (Jake Gyllenhaal) im Zug von der gegenübersitzenden Frau (Michelle Monaghan) angesprochen. Sie scheint ihn gut zu kennen, während er überzeugt ist, dass sie ihn mit jemandem verwechselt. Um einen Schluck Wasser zu trinken, geht er zur Toilette. Dort stellt er verwirrt fest, dass er sein Spiegelbild nicht kennt.

Nach wenigen Minuten explodiert im Zug eine Bombe – und der Mann findet sich angeschnallt in einer Art Raumkapsel wieder. Seine Frage, was passiert sei, wird von der militärischen Gesprächspartnerin (Vera Farmiga) per Funk nur vage beantwortet. Sie will wissen, ob er herausgefunden hätte, wer den Sprengsatz im Zug gelegt habe. Und dass sie ihn für einen neuen Versuch zurückschicken würde.

Und schon schlägt der Mann im gleichen Zug die Augen auf und die 8 Minuten vor der Explosion beginnen erneut. Er macht sich auf die Suche nach Bombe und Attentäter. Und versucht, etwas über die interessante Frau von gegenüber herauszubekommen.

Regisseur Duncan Jones ist mit der Verfilmung von Ben Ripleys Drehbuch ein überzeugender Thriller gelungen. Don Burgess liefert aus dem Innern der Kapsel (beklemmend!) und dem Personenwagen gelungene Bilder, auch wenn die Bildqualität ein wenig nach Fernsehspiel aussieht – Kopierwerkfehler? Digitalkamera? Die Musik von Chris Bacon unterstützt die Spannungsbögen der Handlung perfekt. Schade, dass kein »Ohrwurm« dabei ist, der zum Soundtrackkauf animieren würde.

Das Ensemble im Zug spielt ordentlich; allerdings fehlen gute Charakterdarsteller. Sehr sympathisch: Jake Gyllenhal, Michelle Monaghan, Vera Farmiga. Jeffrey Wright als Forschungschef ist ein wenig blaß ('tschuldigung für das blöde Wortspiel); da wünschte ich mir jemandem vom Kaliber Gene Hackmans.

Der Film ist von Anfang bis Ende spannend mit vielen unerwarteten Wendungen. Alles in allem ein gelungener Thriller. Bisher der beste Film des Jahres! Fünf von fünf Sternen.

Eine ausführliche Kritik der Schnittmeisterin findet sich bei Kino-Zeit.de.

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0 Kommentare zu "Source Code"

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  1. Sir Donnerbold
    14/06/2011 um 22:01 Permalink
    Wow, an Gene Hackman als Forschungschef hätte ich nie gedacht. Aber jetzt, da du diesen Vorschlag gemacht hast, sehe ich es direkt vor meinem geistigen Auge. Ja, hätte die Rolle echt noch was stärker machen können. Was ich sonst so vom Film halte, hast du ja schon gelesen. *g*

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