Mittwoch, 6. April 2011

Sucker Punch

»Reality is a prison. Your mind can set you free.«

Plakat »Sucker Punch« (USA 2011)
Darsteller: Emily Browning (Babydoll), Abbie Cornish (Sweet Pea), Jena Malone (Rocket), Jamie Chung (Amber), Oscar Isaac (Blue), Scott Glenn
Buch, Produktion, Regie: Zach Snyder
Fotografie: Larry Fong
Montage: William Hoy
Musik: Tyler Bates, Marius de Vries, Queen, verschiedene Coverversionen von Hits

In den 50er oder 60er Jahren wird eine junge Frau nach dem Tod von Mutter und Schwester von ihrem Stiefvater in der Psychiatrie eingeliefert. Zusätzlich besticht der einen Pfleger, um sicherzustellen, dass innerhalb weniger Tage an dem Mädel eine Lobotomie durchgeführt wird und er Alleinerbe der Mutter wird.

In der Vorstellung (?) der Protagonistin ist sie in eine Art Bordell gekommen, in dem jede der Insassinnen einen Showtanz abliefern muss. Anstelle der Tänze wird eine weitere Erzählebene gezeigt, in der die Girlies leichtbekleidet von Scott Glenn wie »Charlys Angels« in computerspielähnliche Kampfeinsätze gegen überlebensgroße Samurai, mit Gasmasken geschützte darthvaderähnliche Nazis, Orks oder Drachen geschickt werden. Gleichzeitig versuchen die Mädchen verschiedene Gegenstände zu ergattern, mittels denen ihnen die Flucht aus dem Bordell bzw. Irrenhaus gelingen soll.

Sucker Punch ist der erste Film von Zach Snyder, den er im Gegensatz zu »300« oder »Watchmen« ohne Vorlage gemacht hat. Es ist auch der erste, der fast ausschließlich mit negativer Kritik überschüttet wird.

Dabei ist er durchaus unterhaltsam und liefert gewaltige Bilder. Die Nervenheilanstalt ist gelungen bedrohlich wie in »Shutter Island«, die Kampfszenen sind grandios überdreht: zu stampfenden Beats kämpfen leichtbekleidete Pin-Up-Girls mit nie verlaufendem Makeup gegen Monster und andere Bösewichte, Patronenhülsen fliegen in Zeitlupe durch die Gegend, Kugeln können mit dem Samuraischwert abgewehrt werden und alles Mögliche explodiert. Eine Art Stirb-Langsam-Kill-Bill-Striptease-Inception für den Herrn der Ringe. Großes Lob an Larry Fong für seine gelungene Kameraarbeit.

Was dem Film fehlt, ist ein vernünftiges Drehbuch. Das scheint in Hollywood öfter Mangelware zu sein.

Dreieinhalb von fünf Sternen.

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