Samstag, 23. Januar 2016

Bastelarbeiten

Tach zusammen. Ich weiß noch nicht, ob ich dieses Blog wieder in Gang bringe. Ich gehe fast überhaupt nicht mehr ins Kino. Hab noch nicht einmal Star Wars und James Bond gesehen. Du liebe Zeit. The Hateful Eight will ich mir auf jeden Fall anschauen, am besten OmU in der Schauburg auf 70mm.

Zumindest will ich hier das Theme so überarbeiten, dass man es auf dem Handy auch gut lesen kann. Und die Lieblinks brauche ich selber ab und zu zum Nachschlagen.

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Dienstag, 6. Oktober 2015

Veranstaltungstipp: Tarantinos Hateful 8 am 28.01.2016 in der Karlsruher Schauburg

Plakat

Quelle: Schauburg - Filme in 70mm

Donnerstag, 2. April 2015

Blackhat

Diesen Artikel hatte ich vor Wochen als Entwurf vor dem Kinobesuch angelegt. Weil der Film so ... unterirdisch war, habe ich meine im Ärger danach gemachten Notizen in die Ecke gepfeffert.

Machen wir es kurz: Nicht. Anschauen. Auch nicht auf DVD oder geschenkt.

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Donnerstag, 5. Februar 2015

In 70mm: Tarantinos The Hateful Eight

Plakat Spannende Nachrichten für 70mm-Fans: Quentin Tarantino dreht seinen nächsten Western »The Hateful Eight« angeblich in UltraPanavision 70, auch bekannt als MGM Camera 65. Damit wurden solche Klassiker wie »Ben Hur« (1959) oder »Die Meuterei auf der Bounty« (1962) gedreht. Hoffentlich sind die dafür notwendigen Kameras nicht längst verrostet ...

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Mittwoch, 14. Januar 2015

Der Hobbit 3: Die Schlacht der fünf Heere

Gandalf: »Das kommt nicht in Frage. Ich erlaube es nicht!«
Bilbo: »Ich bitte nicht um Erlaubnis.«

Plakat

Inhalt

Es geht ohne Einführung da weiter, wo Teil 2 aufgehört hat: Der Drache fliegt feuerspeiend über die Stadt am See und zerstört alles. Nur ein einzelner Mann (Evans) versucht den Drachen zu töten, was ihm schließlich auch gelingt. Am nächsten Tag fordern die überlebenden Menschen von den Zwergen den ihnen zugesagten Anteil am Drachenschatz. Auch ein angerücktes Elbenheer beansprucht einen Teil des Schatzes.

Thorin (Armitage) hat sich mit seiner Truppe aus Zwergen und unserem Hobbit Bilbo Beutlin (Freeman) in der Drachenhöhle verbarrikadiert und will nichts freiwillig abgeben. Auch Gandalf (McKellen) kann ihn nicht zu einer friedlichen Lösung überreden. Als Elben und Menschen die Handvoll Zwerge angreifen wollen, erscheint ein Vetter Thorins mit einem Zwergenheer. Genauso überraschend steht plötzlich eine Armee von Orks auf dem Plan und eine gewaltige Schlacht beginnt.

Meinung

Ich hatte befürchtet, dass der Film eine einzige große Schlacht zeigen würde und wurde angenehm überrascht. Regisseur Peter Jackson hat es geschafft, viele kleine Geschichten zu zeigen und einen sich ständig steigernden Spannungsbogen zu erzeugen. Natürlich gibt es Kampfszenen en masse, die man so eindrucksvoll selten gesehen hat. Die Darsteller fand ich alle gut (besonders Freemann, McKellen, Armitage, Evans, Pace), die Orks außergewöhnlich gelungen.

Die Musik von Howard Shore war gewohnt gut. Am beeindruckendsten fand ich allerdings die Szenen, bei denen man bewußt auf Musik und Hintergrundgeräusche verzichtet hat. Gut, dass es noch Regisseure gibt, die Stille gezielt einsetzen können.

Für mich war es der erste Film in 3D und HFR. Ich fands gewöhnungsbedürftig und in manchen Szenen (am See) etwas flau und etwas sehr nach Video aussehend, bei anderen Szenen unglaublich realistisch, fast so als schaute man aus einem Fenster statt auf eine Leinwand. Für die Hauptdarstellerinnen ist es sicher ein Graus: man sieht jede Hautunreinheit. Ich glaube nicht, dass sich das durchsetzen wird. Schließlich vervielfacht sich damit auch die zu verarbeitende Datenmenge.

Dieses Spektakel muss man sich unbedingt im Kino anschauen, das wird im Fernsehen gewaltig verlieren. Den nächsten Besuch im ZKM werde ich sorgfältiger planen: Eine halbe Stunde früher hätte es eine IMAX-Vorstellung des Films gegeben.

4 von 5 Sternen.

Credits

»Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere« (»The Hobbit: The Battle of the Five Armies«, 2014)
Buch: Fran Walsh, Philippa Boyens, Peter Jackson und Guillermo del Toro nach dem Buch von J. R. R. Tolkien
Direktor: Peter Jackson
Kamera: Andrew Lesnie
Montage: Jabez Olssen
Musik: Howard Shore
Darsteller: Martin Freeman (Bilbo Beutlin) , Richard Armitage (Thorin), Sir Ian McKellen (Gandalf), Luke Evans (Drachentöter), Evangeline Lilly (Tauriel), Orlando Bloom (Legolas), Lee Pace (Anführer des Elbenheeres), Ken Stott (Balin), Aidan Turner (Kili), Dean O'Gorman (Fili)

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Montag, 12. Januar 2015

Nachts im Museum 3 - Das geheimnisvolle Grabmal

Sir Lancelot: »Sir Lancelot, zu Diensten!«
Teddy Roosevelt:» Theodore Roosevelt, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.«
Sir Lancelot: »Ich habe keine Ahnung, was das bedeutet.«

Plakat

Inhalt

Die geheimnisvolle ägyptische Tafel, die jede Nacht alle Ausstellungsstücke im Museum zum Leben erweckt, funktioniert nicht mehr richtig. Also reist Nachtwächter Larry (Ben Stiller) mit Pharaonensohn Ahkmenrah (Rami Malek) kurzerhand nach London, um dessen Vater (Ben Kingsley) um Rat zu fragen, der die Tafel erschaffen lies. Natürlich hat Ahkmenrah sicherheitshalber ein paar alte Freunde aus dem New Yorker Museum mitgenommen. Im British Museum finden sie einen neuen Freund, der ihnen helfen will: Sir Lancelot (Dan Stevens).

Meinung

Wie das bei dritten Teilen oft so ist – lassen wir Herr der Ringe mal außen vor – sind die besten Geschichten des Stoffes bereits erzählt. So auch hier. Trotz eines ausgezeichneten Ensembles (Ben Kingsley! Robin Williams!) und hervorragender Spezialeffekte ist die dritte Museumsnacht etwas langweilig ausgefallen.

Es gibt aber auch Lichtblicke, die den Film retten: etwa Sir Lancelot als übereifriger Held, die Verfolgungsjagd IM Bild von M. C. Escher und ein wirklich gelungenes Cameo eines Musicaldarstellers, der sich selbst spielt. Ganz zu schweigen von den umwerfenden Tanzeinlagen Dick van Dykes und Rebel Wilsons. Der laut vielen Kritikern unnötige Neandertaler, der Larry für seinen Vater hält (Ben Stiller in einer Doppelrolle), sorgte in der Kindervorstellung für das meiste Gelächter. Kinder und Kritiker haben eben unterschiedliche Maßstäbe.

Die Musik stammt, wie auch bei den vorhergehenden Teilen, von Alan Silvestri. Wobei der Score hier ein wenig so klingt, als hätte ein Lehrling Teile der alten Partituren lustlos zusammenkopiert. Ich wünsche mir die gute alte Zeit zurück, als ein Vorspann die Hauptdarsteller ankündigte, unterlegt mit den musikalischen Hauptthemen. Das war eine gute Einstimmung und viel besser als die heutzutage übliche Abspannorgie.

Was Dank digitaler Vorführtechnik auch in der Provinz ausgezeichnet ist: die Bildqualität war 1a. Die letzten 35mm-Kopien, die ich nach wochenlanger Vorführzeit gesehen hatte, waren übel zerschrammt und nicht wirklich scharf.

Wehmütig ging ich aus dem Kino, weil es die letzte Rolle von Robin Williams war – und seine letzte große Szene war wirklich herzergreifend.

Vorhang für diese Reihe.

3 von 5 Sternen.

Credits

»Nachts im Museum – Das geheinmnisvolle Grabmal« (Night at the Museum: Secret of the tomb, 2014)
Buch: David Guion, Michael Handelman, Thomas Lennon, Robert Ben Garant
Direktor: Shawn Levy
Kamera: Guillermo Navarro
Montage: Dean Zimmerman
Musik: Alan Silvestri
Darsteller: Ben Stiller (Larry), Dan Stevens (Sir Lancelot), Robin Williams (Teddy Roosevelt), Skyler Gisondo (Larrys Sohn), Owen Wilson (Cowboy), Steve Coogan (Zenturio), Ricky Gervais (Museumsdirektor), Rami Malek (Ahkmenrah), Ben Kingsley (Pharao), Mizuo Peck (Indianerin), Patrick Gallagher (Attila), Rebel Wilson (Nachtwächterin British Museum) und Mickey Rooney, Dick van Dyke, Billy Cobb (Trio im Altersheim)

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Sonntag, 11. Januar 2015

Vorhang auf

Ein Jahr Kinoblogabstinenz und ein Jahr fast ohne Filme (wirklich!) im Kino? So kann das nicht weitergehen!

Also habe ich Staub gewischt, die Vorhangrollen geölt, den Projektor überprüft und die Popcornmaschine angeworfen.

Film ab!

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Mittwoch, 5. Februar 2014

Vorhang

Mittlerweile kann man für alles mögliche abgemahnt werden. Weil ich keine Lust habe zu warten, bis irgendein Filmfirmenanwalt mich wegen meiner Filmbilder hier im Blog verhaften lassen will, ich aber ein Filmblog ohne wenigstens Filmplakate öde finde, werde ich das Blog nach 245 Einträgen vom Netz nehmen.

Vielleicht übertrage ich die Inhalte in mein anderes Blog. Dazu müsste ich allerdings ein paar Datenbankbefehle zusammenfrickeln, die die Bilderlinks aus den Einträgen entfernen. Und mir Importmöglichkeiten anschauen. Das wird bestimmt nicht bald passieren. Falls überhaupt.

Also, das wars. Um es mit den letzten Worten Captain Kirks zu sagen:
»It was fun!«

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Freitag, 20. Dezember 2013

Machete kills

»Machete twittert nicht.«

Plakat

Inhalt

Der Präsident der Vereinigten Staaten (Charlie Sheen) persönlich beauftragt Machete (Dany Trejo) damit, einen durchgeknallten mexikanischen Verbrecher (Demian Bichir) auszuschalten, der Washington mit einer Rakete bedroht. Unterstützt von Miss San Antonio (Amber Heard) macht sich Machete auf den Weg.

Meinung

Der Film liefert fast genau das, was man erwartet: Hektoliterweise Kunstblut, herumfliegende abgeschlagene Gliedmaßen, Mädels in knappen Kostümen, krach-bumm. Dazu ein paar knackige Sprüche.

Doch alle Stars und Sternchen (Mel Gibson! Michelle Rodriguez! Lady Gaga!), die gute Kameraarbeit und der geile Soundtrack können ein gutes Drehbuch nicht ersetzen. Der Film hat durchaus seine Momente (ich sag nur Star Wars), wenn man sich auf diese comichaft überzeichnete Gewalt einlassen kann – wie hat der eigentlich FSK16 bekommen?. Aber irgendwie erwartet man bei einem Rodriguez-Film ein bisschen mehr. Vielleicht wird die angekündigte Fortsetzung »Machete kills again - in Space!« besser?

3 von 5 Sternen. Weil Machete nicht twittert.

Credits

»Machete Kills«
Buch: Kyle Ward, Robert Rodriguez, Marcel Rodriguez
Regie: Robert Rodriguez
Kamera: Robert Rodriguez
Montage: Rebecca Rodriguez, Robert Rodriguez
Musik: Robert Rodriguez, Carl Thiel
Darsteller: Danny Trejo (Machete), Mel Gibson (Voz), Charly Sheen (Präsident), Demian Bichir (Mendez) Amber Heard (Miss San Antonio), Michelle Rodriguez (Luz), Antonio Banderas (Cameleon), Lady Gaga (Cameleon), Cuba Gooding Jr. (Cameleon)

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Freitag, 20. Dezember 2013

Gravity

»Menschliches Leben ist im Weltraum nicht möglich.«

Plakat

Inhalt

Während Astronauten außerhalb des Space-Shuttles das Hubble-Teleskop reparieren, explodiert ein Satellit. Die Trümmerteile zerstören das Shuttle und töten fast alle. Die beiden Überlebenden machen sich mit Hilfe eines Jetpacks auf den Weg zur russischen Raumstation.

Szene

Szene

Meinung

Luftschnappend bin ich aus dem Kino gestolpert, froh, wieder auf der guten alten Erde zu sein. »Im Weltraum hört dich niemand schreien« war der Reklameslogan von James Camerons »Alien«. Kalter Kaffee! Nie war Stille im Weltraum so beunruhigend und gleichzeitig auch beruhigend wie in Alfonso Cuaróns Weltraumkabinett­stück »Gravity« mit Sandra Bullock und George Clooney. Das einzige Geräusch ist es das Dröhnen von Metall, wenn man im Raumanzug gegen die Außen­wand des Shuttles kracht. Oder die eigenen panischen Atemzüge. Diese Achterbahnfahrt mit Kameraperspektive durch das Helmvisier eines sich überschlagenden Astronauten hat man so noch nie gesehen. Ganz, ganz großes Kino!

5 von 5 Punkten. Unbedingt im Kino ansehen!

Szene

»Gravity« (2013)
Buch: Alfonso Cuarón, Jonás Cuarón
Regie: Alfonso Cuarón
Kamera: Emmanuel Lubezki
Montage: Alfonso Cuarón, Mark Sanger
Musik: Steven Price
Darsteller: Sandra Bullock, George Clooney

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Montag, 16. Dezember 2013

Peter O'Toole ist tot

Foto

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Montag, 25. November 2013

Keine guten Filme - keine Beiträge

»Und, hast Du einen Filmtipp für mich?«
»Nö. Nix gesehen seit Gravity.«

Den »Gravity«-Artikel habe ich noch in der Pipeline, und dann kommt das Nichts. Seit Wochen laufen keine Filme, die mich auch nur annährend interessieren würden. Schade eigentlich.

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Dienstag, 24. September 2013

Seven Brides for seven Brothers

Plakat

Inhalt

Ein Hinterwäldler (Howard Keel) will bei seinem Großeinkauf noch schnell eine Frau heiraten, ehe er für das nächste halbe Jahr zu seinen Brüdern zurückfährt. Die Köchin der Bar (Jane Powell) geht freudig mit, um festzustellen, dass sie das Barpublikum gegen noch schlimmere Kunden eingetauscht hat. Entschlossen beginnt sie, den Brüdern Manieren beizubringen.

Meinung

Die umgekehrte My-fair-Lady-Geschichte enthält großartige Songs und die am besten choreografierte und getanzte Szene beim Dorffest seit »West Side Story«. Hier konkurieren die Brüder mit den Dorfbewohnern um die Mädchen. Ganz großes Musical mit witzigen Dialogen, das beim Filmfestival in Karlsruhe mit Szenenapplaus und schallendem Gelächter bedacht wurde.

Credits

»Seven Brides for seven Brothers« (»Eine Braut für sieben Brüder«) 1954
Buch: Albert Hackett, Frances Goodrich, Dorothy Kingsley basierend auf einer Kurzgeschichte von Stephen Vincent Benet
Regie: Stanley Donen
Kamera: George J. Folsey
Montage: Ralph E. Winters
Musik: Gene de Paul, Johnny Mercer, Saul Chaplin
Choreographie: Michael Kidd
Darsteller: Jane Powell (Milly), Howard Keel (Adam), Jeff Richards (Benjamin), Matt Mattox (Caleb), Marc Platt (Daniel), Jacques d'Amboise (Ephraim), Tommy Rall (Frank), Russ Tamblyn (Gideon), Julie Newmar (Dorcas), Nancy Kilgas (Alice), Betty Carr (Sarah), Virginia Gibson (Liza), Ruta Lee (Ruth), Norma Doggett (Martha)

Oscar für Best Original Music Score

Freitag, 13. September 2013

RED 2

Marvin: »Wenn ich mich mit einer Sache auskenne, dann mit Frauen und verdeckten Operationen.«
Frank: »Marvin, das sind ZWEI Sachen.«

Plakat

Inhalt

Weil auf Wikileaks ein Dokument über eine Geheimoperation aus der Zeit des kalten Krieges veröffentlicht wird, wollen plötzlich verschiedene Gruppen dem CIA-Rentner Frank (Bruce Willis) an den Kragen. Klar, dass das seine Freunde Marvin (Malkovich), Sarah (Parker) und Victoria (Mirren) nicht zulassen können.

In James-Bond-Manier geht es in der unübersichtlichen Geschichte – in der Russen Katja (Zeta-Jones) und Ivan (Brain Cox) heißen, der Asiate natürlich Han (Byung-hun Lee) – einmal um die Welt, während im Viertelstundentakt große Actionszenen garniert mit herzhaften Sprüchen geboten werden.

Kommentar

Wer den ersten Teil nicht gesehen hat, wundert sich vielleicht über Damen und Herren im reifen Alter, die unverhofft die größten Knarren schwingen. Bei manchen Figuren hätte eine kleine Einführung nicht geschadet. Die erste Stunde wars mir zuviel Krawall und zu wenig Spannung, alles gewaltig überzeichnet, hastig. Erst im letzten Drittel wird es »ernster« und man beginnt mitzufiebern.

Anthony Hopkins spielt alle an die Wand, Malkovich und Mirren glänzen in ihren Nebenrollen. Mary-Louise Parker spielt die Nervensäge so überzeugend, dass ich froh war, wenn es Szenen ohne sie gab. Bruce Willis gibt seine Stirb-Langsam-Rolle wie gewohnt, dieses Mal in schicken Outfits statt im alten Doppelrippunterhemd.

Wegen des unschönen Weichzeichnereinsatzes bei Großaufnahmen von Catherine Zeta-Jones hatte ich gedacht, dass sie älter als Parker sei. Wikipedia sagt mir, sie sei fünf Jahre jünger. Ooops. Beim »Frosch« (David Thewlis) habe ich die ganze Zeit gegrübelt woher ich das Gesicht kenne: Remus Lupin aus der Potter-Verfilmung.

Ein wenig enttäuscht war ich von der Musik Alan Silvestris. Da war keine einzige erinnernswerte Melodie dabei. Routiniertes Action-Gedöns, na gut. Schön, dass diese Wackelkameramode vorbei zu sein scheint. Bei der Kameraführung von Enrique Chediak verlor man bei keiner Schießerei den Überblick.

Unterhaltsames Popcornkino mit leichten Schwächen, das man sich unbedingt in einem Kino mit großer Bildwand und guter Tonanlage ansehen sollte.
4 von 5 Sternen.

Dem Blogkollegen bei »Abgeschminkt« hat der Film sehr gut gefallen: R.E.D. 2 tatsächlich NOCH ÄLTER, HÄRTER, BESSER. Ich fand den ersten Teil besser.

Credits

»RED 2« (2013)
Buch: Jon und Erich Hoeber, Comicvorlage von Warren Ellis und Cully Hamner
Regie: Dean Parisot
Kamera: Enrique Chediak
Schnitt: Don Zimmerman
Musik: Alan Silvestri
Darsteller: Bruce Willis (Frank), John Malkovich (Marvin), Anthony Hopkins (Dr. Bailey), Mary-Louise Parker (Sarah), Hellen Mirren (Victoria), Byung-hun Lee (Han), Catherine Zeta-Jones (Katja), David Thewlis (Frosch), Neal McDonough (blonder Bösewicht), Brian Cox (Ivan)

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Freitag, 30. August 2013

9. Todd-AO-Festival 2013

Plakat

Schauburg Kino Karlsruhe