Montag, 7. Mai 2012

The Cold Light of Day

Henry fliegt zum Familientreffen nach Europa. Zusammen mit Eltern, Bruder und dessen Freundin ist ein Segeltörn geplant. Der entwickelt sich zum Alptraum: als Henry von einem Landausflug zurückkommt, ist das Boot verlassen. Per Telefon melden sich Entführer. Sie wollen die Familie freilassen im Tausch gegen einen mysteriösen Koffer, den Henry nie gesehen hat.

Verfolgungsjagden, Geheimdienste, Terroristen. Actionfilm mit dürftiger Handlung. Viel verschenktes Potential. Bruce Willis auf dem Plakat ist schon fast Etikettenschwindel. Muss man nicht gesehen haben. 3 von 5 Sternen.

»The Cold Light of Day« (2012)
Regie: Mabrouk El Mechri
Buch: Scott Wiper, John Petro
Kamera: Remi Adefarasin
Montage: Valerio Bonelli
Musik: Lucas Vidal
Darsteller: Henry Cavill (Will Shaw), Verónica Echegui (Lucia), Sigourney Weaver (Carrack), Joseph Mawle (Killer) und Bruce Willis (Martin Shaw)

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Freitag, 4. Mai 2012

Ausblick Mai

Gleich zwei Filme mit Bruce Willis, auf die man sich freuen kann: Der Thriller »The Cold Light of Day« mit Sigourney Weaver ist bereits am 3. Mai 2012 angelaufen.

»Moonrise Kingdom« ebenfalls mit Willis, Edward Norton, Harvey Keitel und Bill Murray (was für eine Besetzungsliste!) soll am 24. Mai 2012 starten.

Ab dem 10. Mai kann man Johnny Depp als Vampir erleben, der nach 200 Jahren Tiefschlaf in unseren 70er erwacht. Der Trailer war zum Schießen. »Dark Shadows« von Tim Burton.

Und dann war da noch »Men in Black 3« (ab 24. Mai) :-)

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Dienstag, 17. April 2012

Battleship

PlakatHurrapatriotischer Navy-Werbefilm

Schlachtschiffporno

Top Gun tritt ET in den Arsch

Wer sich davon nicht abschrecken lässt, bekommt »Schiffeversenken« satt, wie man es noch nie gesehen hat.

In die nicht von Explosionen erschütterten Filmminuten haben die Drehbuchautoren alle Klischees gestopft, die es gibt: Liebesgeschichte, Versager wird zum Held, Versehrter wird zum Held, Gegner werden Freunde und so weiter. Und sie haben darauf verzichtet, die wenigen Frauen (Rihanna!) als hysterische Kreischweiber einzusetzen. Wackelkamera gibts auch nicht.

4 von 5 Sternen. Trotzdem.

Ah ja: Nur im größtmöglichen Saal anschauen. Und Sitzabstand = halbe Leinwandbreite.

»Battleship« (USA 2012)
Regie: Peter Berg
Buch: Erich und Jon Hoeber basierend auf dem guten alten Spiel »Schiffeversenken« (sic!)
Kamera: Tobias A. Schliessler
Montage: Colby Parker jr., Billy Rich, Paul Rubell
Musik: Steve Jablonsky
Darsteller: Trägerkampfgruppe der US Navy, Schlachtschiff USS Missouri, Taylor Kitsch (Alex Hopper), Tadanobu Asano (Nagata), Rihanna (Raikes), Brooklyn Decker (Samantha Shane), Jesse Plemons (blonder Ausguck) und Liam Neeson (Admiral Shane)

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Donnerstag, 5. April 2012

Ein guter Tag zum Sterben

Foto Am 14.03.2013 soll »Stirb Langsam 5« anlaufen. Natürlich mit Bruce Willis, der dieses Mal seinen Filmsohn retten muss.

Die Gerüchteküche orakelt, dass eventuell Patrick Steward (Captain Picard) (lt. IMDB) und / oder Sebastian Koch (Variety via MovieGod) mit dabei sein könnten.

Jippie ey jeh, Schweinebacke!

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Dienstag, 6. März 2012

True Romance - Carl Orff

Plakat Einer meiner All-time-favorites: »True Romance« von 1993. Die Besetzung wäre heutzutage unbezahlbar: Christian Slater, Patricia Arquette, Gary Oldman, Val Kilmer, Brad Pit, Dennis Hopper, Christopher Walken, Samuel L. Jackson, James Gandolfini.

Die Musik von Hans Zimmer mag ich sehr. Die Melodie, das ungewöhnliche Instrument. Auf Youtube gibt es einen netten Clip. Hört mal rein, wenigstens die ersten 2 Minuten.

Heute habe ich gelesen, dass das Stück von Carl Orff ist. Zumindest 90% davon. Auch das gibt es auf Youtube zu hören.

Und Carl Orff bezieht sich auf eine Komposition von 1536 (!) von Hans Neusiedler. Auch das gibt es im Netz.

PS: Ahem, wie ich jetzt erst gelesen habe, ist der ganze Anfang von »True Romance« eine Homage an »Badlands«;.

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Mittwoch, 22. Februar 2012

Arri/Zeiss-Objektive gewinnen Sci-Tech Award

Ein Sci-Tech Award (eine Art Techniker-Oscar) geht an die Firmen Arri und Carl Zeiss für die in Zusammenarbeit gebauten Master-Prime-Objektive.

Mit Zeiss-Objektiven wurde z. B. »Herr der Ringe« gedreht. Und »Verblendung« (»The Girl with the Dragon Tatttoo«).

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Freitag, 10. Februar 2012

Bradford Widescreen Weekend 2012

Vom 19. bis 29. April 2012 findet in England das 18. Bradford International Film Festival statt. Für Freunde der besonderen Filmformate ist das Widescreen Weekend interessant, das vom 27. bis 30. April 2012 läuft. Dieses Jahr unter dem Motto »60 Jahre Cinerama«.

Auf Thomas Hauerslevs Website in70mm.com wurde das Programm veröffentlicht. Enthalten sind u. a. die folgenden Cinerama-Filme:

This is Cinerama (1952)

Poster Erster Film im Cinerama-Verfahren. Sammlung gewaltiger Bilder ohne zusammenhängende Handlung.

Die Mutter aller Achterbahn- und Showfilme. Wer je in einem Vergnügungspark im 180-Grad-Kino war, weiß was ich meine.

The Wonderful World of the Brothers Grimm (1962)

Plakat Karlheinz Böhm als Kaiser Franzl Bruder Grimm. Sehr selten zu sehen. Erster Cinerama-Spielfilm. Vermutlich die letzte noch existierende Kopie, die extra aus Australien eingeflogen wird. Die Trickszenen sollen sehenswert sein. Böse Zungen behaupten, dass der Film zu recht selten gezeigt würde. Von wegen Grimms Märchen im amerikanischen Gewand. Oder so.

How the west was won (1962)

Szenenfoto Epos mit fast allen Westernstars (James Stewart, John Wayne, Richard Widmark, Henry Fonda, Eli Wallach, Gregory Peck), dirigiert von den Meistern des Fachs (Henry Hathaway, George Marshall, John Ford), mit dem einzigen Soundtrack, für den ein König den Theme-Song geschrieben hat (»Greensleves« von Heinrich VIII, uncredited, arrangiert von Alfred Newman, credited). Bisher letzter in Cinerama gedrehter Film.


Weitere Programmpunkte, teilweise in 70mm, 35mm oder digital:

Ryan's Daughter (1970)

Plakat David-Lean-Film (Lawrence of Arabia, Dr. Schiwago, Brücke am Kwai) mit Robert Mitchum, Sarah Miles und John Mills. Oscars für Freddie Young (Kamera) und John Mills (Supporting Actor). Musik von Großmeister Maurice Jarre.

Arround the world in 80 days (1956)

Plakat Abenteuerkomödie in Todd-AO mit Sir David Niven, Cantinflas und Shirley McLaine.


Dazu kommen Vorträge (z. B. von Kevin Brownlow) und Gespräche mit Zeitzeugen (z. B. Kameramann Dieter Gäbler). Und natürlich noch einiges an Filmen, Filmschnipseln etc.

Details auf in70mm.com (work in progress)

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Montag, 30. Januar 2012

Drive

Poster

Ein junger Mann, der tagsüber in einer Autowerkstatt arbeitet und als Stuntfahrer beim Film jobbt, fährt nachts den Fluchtwagen für Gangster.

Nach einem Wohnungswechsel verliebt er sich in die Frau, die nebenan mit ihrem kleinen Sohn lebt. Als deren Ehemann aus dem Gefängnis entlassen wird und dessen Ex-Kumpane verlangen, dass er einen Raubüberfall begeht, bietet der Fahrer seine Unterstützung an.

Was für ein Film! Am Ende saß ich noch minutenlang gebannt in meinem Sitz. Mit großer Wahrscheinlichkeit der Film des Jahres! (Ich weiß, dass es noch nicht einmal Februar ist)

Wahnsinnig gut fotografierte lange, ruhige Szenen. Perfekt sparsam beleuchtet. Man könnte fast jede Einstellung zum Poster verarbeiten. Dazu ein ausgezeichnet passender pulsierender, synthetischer Soundtrack mit einer Handvoll Gesangsnummern mit Ohrwurmqualität. Habe mir sofort die CD bestellt.

Irene

Ryan Gosling hat eine unglaubliche Leinwandpräsenz. Die fast wortlosen Szenen mit seiner Partnerin Carey Mulligan –ganz großes Kino. Überragend auch Albert Brooks als Bernie und – ungewohnt ohne Maske (»Hellboy«,»Der Name der Rose«) – Ron Perlman. Bei Bryan Crenston war ich von der Synchronisation irritiert. Roland Nitschke spricht üblicherweise Tommy Lee Jones. Diese Verbindung habe ich so gut im Ohr, dass ich ständig Mr. Jones vor Augen hatte.

Der Fahrer

Wegen der heftigen Gewaltszenen kann ich »Drive« nicht uneingeschränkt empfehlen; der Film hat völlig zu Recht keine Jugendfreigabe. Und die Fans von einfachen Autoverfolgungsfilmen wie »Fast an Fourious« werden auch enttäuscht sein.

Fünf von fünf Sternen. Wer Filme von Quentin Tarantino mag, wird »Drive« lieben!

»Drive«, 2011
Regie: Nicolas Winding Refn
Buch: Hossein Amini nach dem Roman von James Sallis
Kamera: Newton Thomas Sigel
Montage: Matthew Newman
Musik: Cliff Martinez
Darsteller: Ryan Gossling (Fahrer), Carey Mulligan (Irene), Bryan Crenston (Werkstattbesitzer), Albert Brooks (Bernie), Ron Perlman (Nino)

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